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27. Oktober 2015

REZENSION // Was uns bleibt ist jetzt - Meg Wolitzer



Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: cbt (21. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357016294X
ISBN-13: 978-3570162941

Originaltitel: Belzhar



Ich warte auf dich am Rande der Welt

Jam durchlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt Reeve und für Jam macht das Leben keinen Sinn mehr. Ein Internat für traumatisierte Teenager soll helfen, und speziell eine exklusive Literaturklasse, der Jam zusammen mit nur vier anderen Schülern zugeteilt wird. Ihre Lehrerin, Mrs Q, gibt ihnen Tagebücher mit. Nichts Neues, denkt Jam, aber als die Jugendlichen dann wirklich nachts darin schreiben, geschieht etwas Unvorstellbares: Sie gelangen nach Belzhar, in die Welt ihrer eigenen Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Gierig saugt Jam die Zeit mit Reeve in sich auf. Doch mit jeder Seite nähert sich der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss. Ist sie bereit, ihre Zukunft zu opfern, um in der Vergangenheit glücklich zu sein, oder gibt sie der Zukunft eine Chance, sie noch glücklicher zu machen?






Ich bin ein wenig hin- und hergerissen von diesem Roman und so fällt mir eine Rezension diesmal auch recht schwer. Es gibt viele Punkte, die mich wirklich begeistern konnten, aber eben auch einige, die mir nicht so gut gefallen haben. In jedem Fall, und ich denke, das zeigt, dass das Buch auf seine besondere Art wirklich gut ist, wird es noch lange in meinem Kopf bleiben.

Fangen wir mit dem negativen an. Nach einem wirklich gelungenen Start der Geschichte, wurde es in der Mitte ein wenig... hm, langweilig kann man nicht sagen... es fesselte mich einfach nicht richtig und ich war öfters versucht, einfach ein paar Seiten zu überspringen.

Zudem war es an manchen Stellen irgendwie wirr und mir persönlich nicht ganz stimmig.
Nach dieser "Durststrecke" konnte mich die Geschichte dann jedoch wieder voll in ihren Bann ziehen.

Auf der anderen Seite machte aber vielleicht sogar dies die Faszination aus, die dieser Roman auf mich ausübte. Das Thema ist nicht neu, wie die Kurzbeschreibung schon mitteilt geht es um die Protagonistin Jam, ein seelisch verletztes Mädchen...
Stück für Stück tastet man sich an Reeves Geschichte und Jams Weg heran.
Aber auch die Nebenfiguren haben ihre eigene Geschichte die erzählt werden möchte und auch erzählt wird.
Insgesamt ist alles sehr vielschichtig und stellenweise sehr intensiv.

Die Idee als solches ist aber diesmal anders als mir bisher bekannt und, wie ich finde, grundsätzlich sehr gut gelungen. Die Mischung aus Realität und Fiktion gibt dieser Geschichte wirklich  etwas Besonderes und die Stimmung, die die Autorin erzeugt, passt einfach hervorragend.


Die Protagonistin, wie auch die Nebenfiguren gefallen mir durchweg gut, aber uneingeschränkt begeistern konnten sie mich dennoch nicht. Dazu waren sie mir einfach nicht greifbar genug. Ich fand so manche Äußerung und Handlung irgendwie nicht "echt".


Uff, was tun sprach Zeus ... Wenn ihr mich nun fragt, ob "Was uns bleibt ist jetzt" ein lesenswerter Roman ist, dann sage ich ohne zu zögern ja. Wenn ihr mich jedoch fragt, ob es mir 100 % gefallen hat so muss ich dies verneinen.
Aber man kann eben nicht immer 100 % haben und wenn 80 % dennoch berühren und faszinieren, dann, würde ich sagen, lohnt es sich diesen Roman zu lesen.
Ich bin auf eure Meinung gespannt. Mal sehen, wie es auf euch wirkt! 



©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)



Von mir gibt es


3,5 von 5 Bookystars 






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