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15. August 2014

REZENSION // Schattenzwilling von Katrin Bongard


Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841502792
ISBN-13: 978-3841502797
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


    Weißt du, wie es ist, einen Doppelgänger zu haben? Jemand, der dir ähnlich ist, aussieht wie du und doch jemand ganz anderes ist. Nein? Aber ich weiß es. Teresa ist ziemlich verunsichert, als ein Freund ihrer Eltern mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian zu Besuch kommt. Vor zwei Jahren war Teresa in Adrian verliebt, doch seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Nun sitzt Adrian im Rollstuhl, und Teresa fühlt sich stark zu Kai hingezogen – und schämt sich dafür. Doch ist Kai wirklich Kai? Und ist Adrian wirklich Adrian? Oder ist Teresa das Opfer eines gefährlichen Verwechslungsspiels?


    Ich gestehe, dass ich seit „Flying Moon“ bereits ein großer Fan der Autorin Katrin Bongard bin. Bisher konnten mich sämtliche ihrer Romane überzeugen denn vor allem ihr natürlicher und realistischer Schreibstil konnte mich immer wieder aufs Neue begeistern.
    Bis ich „Schattenzwilling“ in den Händen hielt, waren es jedoch ausschließlich Romane, die sich um die Liebe drehten und nun sollte es mein erster Thriller der Autorin sein.

    Nach wenigen Seiten hatte ich einen ersten groben Eindruck von Teresa, der Protagonistin und ihrem Umfeld. Zunächst schien alles, wie von Katrin Bongard gewöhnt, realistisch und bodenständig. Natürlich darf ein gut aussehender Protagonist auch hier nicht fehlen, schnell wird aber klar, dass Pablo, den man zunächst für diese „Stelle“ vermuten konnte, in den Hintergrund tritt und Platz macht für Kai und Adrian.

    Bis zuletzt fand ich es unglaublich schwer, diese Beiden Figuren einzuschätzen, was aber aufgrund der Story von der Autorin auch sicher genau so geplant war. Gut gelungen, wie ich finde, denn sie gibt ihnen einerseits einen geheimnisvollen Charakter, andererseits, durch Teresas Erinnerungen an vergangene Zeiten auch etwas Sympathisches ... naja ... ihr werdet es hoffentlich selber entdecken.

    Teresa gefällt mir gut, obschon ich die Wankelmütigkeit, was ihre Gefühle angeht, nicht so ganz nachvollziehen konnte. Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu alt um mich daran zu erinnern, wie verwirrt ein Teenagerherz manchmal sein kann. Insgesamt war sie mir jedoch sehr sympathisch und dank toller Beschreibungen wirkte sich durchaus echt.

    Auch die weiteren handelnden Figuren dieses Romans haben mir wirklich gut gefallen und jeder Einzelnen wurde sehr viel Mühe in der Ausarbeitung zuteil.

    Die Story ist toll und wirklich temporeich. Schnell stellt man eigene Vermutungen an und selbst wenn sich manche davon nach wenigen Seiten bestätigen, so hält Katrin Bongard dennoch ständig eine neue Überraschung bereit und lässt keine Langeweile aufkommen. Man muss diesen Roman schon aufmerksam lesen, flüchtiges „drüberlesen“ ist hier nicht angebracht, dazu sind die „Verstrickungen“ doch zu umfangreich. Aber wer will auch schon einfach ein Buch nebenbei lesen :)
    Nichtsdestotrotz ist „Schattenzwilling“ mit der nötigen Aufmerksamkeit leicht zu lesen und der Schreibstil der Autorin gewohnt bodenständig.
    Wenn es überhaupt irgendetwas gibt, dass mich an diesem Roman gestört hat, dann vielleicht der doch etwas „sorglose“ Umgang und Konsum von Drogen. Dies bemängele ich jedoch bei so ziemlich jedem Jugendbuch denn irgendwie kann ich mich schwer damit abfinden, wenn dies ein Thema ist. Dennoch bin ich mir darüber im Klaren, dass dies wohl leider nicht ganz „weltfremd“ ist, und da die Altersempfehlung ab 14 ist, konnte es somit noch halbwegs verschmerzen.

    Natürlich erlöst uns Katrin Bongard am Ende und beantwortet die Fragen und Vermutungen, die sich dem Leser während der vergangenen Seiten stellten. Ich hätte mir für den Schluss gerne noch in paar Seiten mehr gewünscht ...




    „Schattenzwilling“ ist anders als das, was ich bisher von Katrin Bongard lesen durfte. Der Schreibstil und die wirklich schöne realistische Art wie die Autorin Geschichten erzählt ist jedoch gleich geblieben und kommt diesem Thriller besonders zugute. So tauchte ich tief ein in die Story um Teresa, Kai und Adrian und hing an den Seiten auf der Suche nach des Rätsels Lösung und dem großen Showdown.


    ©Nicole Huppertz (www.cinemainmyhead.de)

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