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13. Juni 2014

REZENSION // Das Mädchen mit dem Haifischherz - Jenni Fagan


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Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 2. Aufl. (12. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3888979250
ISBN-13: 978-3888979255
Originaltitel: The Panopticon



    Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...


    Dieser Roman lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einiges finde ich wirklich großartig, anderes konnte mich irgendwie so rein gar nicht begeistern.
    Dem entsprechend schwer fällt mir die Bewertung dieses Buches.
    Am besten in fange mit den, für mich, positiven Seiten dieses Buches an. Da ist zum einen natürlich das unglaubliche Cover, das sich doch sehr deutlich von anderen Covern dieses Genres abhebt. Mir hat es schon auf den ersten Blick richtig gut gefallen. Natürlich bewerte ich aber ein Buch nicht nach seinem Cover, hier war es mir aber zumindest eine Erwähnung wert.
    Noch besser als das Cover gefiel mir die Protagonistin Anais. Jenni Fagan hat hier wirklich eine sehr ausdrucksstarke Figur erschaffen, die als Protagonistin noch nachhaltig in meinem Kopf bleiben wird. Auch die Nebenfiguren dieses Romans sind sehr schön und detailliert dargestellt.
    Der Schreibstil ist mehr als deutlich und so muss man als Leser eine ganze Reihe Schimpfwörter hinnehmen. Krass, aber es passt einfach zur Story und zu Anais. Ob ich das gutheiße, kann ich gar nicht wirklich sagen, denn irgendwie ging es mir doch gegen den Strich – auch wenn es, wie schon erwähnt, irgendwie passt.
    Ich brauchte ein wenig Zeit um mich in der Story zurechtzufinden und besonders zu Beginn war ich zeitweise irgendwie verwirrt.
    Das Thema des Romans ist, wie ich auch schon erwartet habe, nicht der übliche Stoff, aus dem Jugendromane sind und zeitweise war ich mir nicht sicher, ob ich „Das Mädchen mit dem Haifischherz“ überhaupt diesem Genre zuordnen könnte. Zu heftig waren mir einfach an manchen Stellen die Beschreibungen, Informationen und ... immer wieder die Ausdrücke.
    Insbesondere Anais heftiger Drogenkonsum war für mich nicht nur verwirrend, sondern auch abschreckend und zeitweise sogar abstoßend.
    Ihr seht die Bredouille, in der ich stecke.
    „Das Mädchen mit dem Haifischherz“ hat mich gleichermaßen fasziniert wie auch abgeschreckt.




    Leichte Kost ist dieser Roman wahrlich nicht. Zart besaitete Leser und, wie ich finde, Jugendliche bis zum jungen Erwachsenen rate ich nicht, sich in diese Lektüre zu vertiefen. Dennoch ist es ein Buch, bei dem ich froh bin, es gelesen zu haben. Manchmal muss ein Roman einfach nicht perfekt sein, um im Gedächtnis zu bleiben. Manchmal provozieren Sprache und Details, die man eigentlich gar nicht lesen möchte. Manchmal ist ein Roman, den man eigentlich abschreckend findet, doch in der Lage, den Menschen zu berühren.

    Macht euch ein eigenes Bild von „Das Mädchen mit dem Haifischherz“ und schaut, wie es auf euch wirkt.


    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

    Von mir gibt es

    4 von 5 Bookystars 


















    Die Autorin auf Twitter

    Kommentare:

    1. Die Story ist also genauso ungewöhlich, wie das ausdrucksstarke Cover.
      Ich habe das Buch auch noch liegen und bin wirklich gespannt, wie ich es finden werde.
      Deine Rezension macht ja doch sehr neugierig.

      Liebe Grüße
      Vanessa

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    2. Hi Nicole,

      ich finde du hast deine Eindrücke hier sehr gut in Worte gefasst. Als ich vor der Rezi saß, da wusste ich erst gar nicht genau wie ich anfangen und meine Gedanken zum Buch in Worte fassen soll. Am Ende bin ich ein absoluter Fan von Anais und diesem Buch geworden. Und weißt du was mir an dieser Geschichte am besten gefallen hat, was bei 95% der Bücher, die sonst so lese nicht der Fall ist? Die Geschichte fühlt sich wahnsinnig echt an, absolut authentisch und ungeschönt. Ich bin wirklich ein Fan =)

      LG
      Anja

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    3. Na dann werde ich das Buch bald von meinem SuB befreien... Das Fazit macht neugierig ;)
      Liebe Grüße,
      Lisa

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    4. Hmm, trotzdem hätte ich dieses Buch auch noch unglaublich gern ... allein wie Du schon sagst, das Cover ist unglaublich :)

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