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28. April 2014

REZENSION // Welche Farbe hat die Angst - Barbara Rose


Gebundene Ausgabe: 271 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: Aufl. 2014 (13. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3414824094
ISBN-13: 978-3414824097



    Katta malt für ihr Leben gern. Als sie einen Kurs bei dem bekannten Maler Josef Wild gewinnt, ist der fasziniert, denn ihr Stil ähnelt auf unglaubliche Weise den Bildern einer ehemaligen Schülerin: Auch Miriam hat vor vielen Jahren bei ihm gelernt, sich aber kurz vor Ende des Kurses das Leben genommen. Durch Zufall findet Katta Miriams Maltagebuch und erkennt schnell: Ein Mädchen, das so viele Pläne hatte, kann unmöglich freiwillig in den Tod gegangen sein. Katta ahnt, dass damals etwas Schlimmes passiert sein muss, doch wie soll sie das beweisen? Während sie immer tiefer in die Vergangenheit eintaucht, häufen sich unheimliche Vorgänge. Katta bekommt anonyme Briefe und ihre Sachen werden durchwühlt. Die Suche nach dem Täter von damals, der immer noch mitten unter ihnen ist, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Wie gut, dass Katta tatkräftige Unterstützung vom charismatischen Alex bekommt -


    Dieser Roman fand sehr überraschend Einzug in mein Bücherregal, und da ich bisher rein gar nichts darüber gelesen hatte, ging ich recht unvoreingenommen zunächst an den Klappentext, dann an die ersten Seiten ran. Ihr werdet mir zustimmen, dass dies die besten Voraussetzungen sind, ein Buch zu lesen ...
    Die Kurzbeschreibung hatte mir ja bereits verraten, dass es spannend werden könnte und schon auf Seite 30 fand ich die ersten Andeutungen, dass es sich hier wirklich nicht „nur“ um einen Liebesroman handelte. Schnell schafft es Barbara Rose, eine gewisse Spannung aufzubauen, wobei Spannung eigentlich gar nicht das richtige Wort ist. Vielmehr ist es eine Stimmung, die sie dem Leser während des Lesens suggeriert.
    Und genau diese Stimmung ist es, die meines Erachtens diesen Roman ausmacht. Bis auf einige wenige Stellen lebt diese Story von Vermutungen, Hinweisen und der eigenen Fantasy. Ganz ohne brutale Details oder blutige Szenen. Perfekt für einen Jugendroman, wie ich finde.
    Kenn ihr das Gefühl, wenn ihr einen spannenden Thriller anschaut, bei dem eigentlich gar nicht wirklich etwas Schlimmes passiert und ihr doch dieses komische Gefühl in euch tragt? Ähnlich erging es mir bei „Welche Farbe hat die Angst“. Die Autorin spiel gekonnt mit dem Halbwissen, der Ahnung und der Fantasie des Lesers und erzeugt so eine tolle Atmosphäre.
    Nachdem Barbara Rose zunächst Gelegenheit gibt, die Hauptfiguren und ihr Umfeld kennenzulernen, wird die Story nach ca. 80 Seiten dann schon konkreter und somit auch mein Gedankenkarrussel noch ein wenig beschleunigt.
    Die Figuren, allen voran natürlich Katta und Alex, gefallen mir wirklich gut, auch wenn ich mir von Alex noch ein wenig mehr Präsenz gewünscht hätte. Damit meine ich nicht, dass er zu wenig eine Rolle spielte, aber ich hätte einfach gerne ein wenig mehr über seine, wie angedeutet wird, interessante Vergangenheit und Herkunft erfahren.
    Insgesamt gibt es jedoch an ihnen nichts zu meckern und auch hier genoss ich die schönen, detaillierten Beschreibungen. Diese Beschreibungen kommen auch den wirklich gut dosierten Nebenfiguren zu Gute. In "Welche Farbe hat die Angst" konzentriert man sich auf das Wesentliche und so spielt jede Figur, die man kennenlernt, auch eine recht wichtige Rolle.
    Wie soll es anders sein, auch in den Farben, die diesen Roman nicht nur in den Kapitelüberschriften wie ein roter Faden durchziehen, spürt man die Liebe zu Detail, ohne davon überrollt zu werden. Glaubt mir, ich habe eine Menge neuer Farbnuancen dazu gelernt.
    Das Malen ist natürlich ein großer Bestandteil dieser Geschichte, allerdings nimmt es einen anderen Stellenwert ein, als ich ursprünglich vermutet hätte. Der mystische Anteil dieser Geschichte ist wirklich sehr fein gestreut und ließ mich den Roman mehr als realistische Geschichte empfinden.
    Eine Zuordnung zu einem Genre ist nicht unbedingt leicht. Für mich war es in der Hauptsache ein Krimi oder Thriller, gewürzt mit einer nicht im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte und, wenn man es so sehen möchte, leichten Fantasyelementen. Was auch immer man in diesem Roman sehen will, er bietet in jedem Fall spannende Lesestunden.




    „Welche Farbe hat die Angst“ lebt nicht nur von einer wirklich gut erzählten Geschichte und angenehmen Protagonisten, sondern vor allem von der Stimmung und Atmosphäre, die dieser Roman dem Leser vermittelt. Eine Story, die man einfach nicht beiseitelegen möchte. Des Rätsels Lösung hat vielleicht ein „geübter“ Krimileser schneller vor Augen als ich, aber selbst wenn ... ich glaube nicht, dass er sich der Faszination dieses Buches entziehen kann.
    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung ... nicht unbedingt nur für Jugendliche. Diese Story sollte man einfach mal „empfinden“


    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

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