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15. März 2014

NOMINIERT FÜR DEN REZISTAR 2014 // WORTGESTALT mit "Die Stadt der Toten" von Sara Gran

Dieser Rezistar entpuppt sich wirklich zu einer wahren Fundgrube, toller Blogs und Rezensionen :). Der Blog "WortGestalt" von Philly ist heute an der Reihe
 Auch Philly hat mir ein paar Worte gesendet, die ich euch nicht vorenthalten möchte :)

"WortGestalt ...
... liebt Bücher.
... kann ohne Buch nicht das Haus verlassen.
... hat deshalb immer ein Buch dabei, immer.
... liest am liebsten Thriller, Krimis und Urban Fantasy.
... mag aber auch gerne mal einen richtig guten Roman.
... ist noch ein Blogger-Frischling und erst seit Februar 2014 dabei.
... fühlt sich unter den Buch-Bloggern sauwohl und liebt den Austausch über Bücher.
... möchte sowieso ständig über Bücher reden, auch wenn es sonst keinen interessiert. :)
... empfiehlt gerne Bücher, auch wenn keiner fragt. :)
... liebt eben Bücher."

Und hier die Rezension von








Das Buch:

Sara Gran - Die Stadt der Toten

OT: Claire DeWitt And The City Of The Dead
(übersetzt aus dem Amerikanischen
von Eva Bonné)

368 Seiten
Preis: 9,99 €
VÖ: Oktober 2013 bei Knaur
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Krimi





Chronologie zur Claire DeWitt-Reihe:

# 01 - Die Stadt der Toten (2012)
# 02 - Das Ende der Welt (2013)



Da staunt man nicht schlecht! Denkt man beim Klappentext noch an eine poppige, spritzige Privatermittlerin und esoterisch angehauchten Hokuspokus, entpuppt sich die Geschichte schnell als ein Krimi mit Tiefgang, ganz ohne Pop, dafür aber mit speziellem Pepp. Denn die Privatdetektivin und Protagonistin Claire DeWitt ist nicht niedlich und löst auch nicht hüpfend und Liedchen trällernd seichte Kriminalfälle. Claire DeWitt ist tough, zynisch und unkonventionell und das meine ich als riesengroßes Kompliment!

Der erste Fall in dieser neuen Reihe spielt in der „Stadt der Toten“, in New Orleans. Nicht dem schönen, dem bunten New Orleans, sondern in den verwüsteten Ruinen, die Hurrikan Katrina im Sommer 2005 von der einst so prachtvollen Stadt übrig gelassen hat. Die Handlung setzt 2 Jahre nach der verheerenden Katastrophe ein und beginnt mit der Suche nach dem vermissten Staatsanwalt Vic Willing. Seit dem Hurrikan gibt es kein Lebenszeichen von ihm, seine Leiche wurde, wie bei so vielen, nie gefunden. Sein Neffe beauftragt nun Claire DeWitt, die genauen Umstände seines Verschwindens aufzuklären. Was in der immer noch stark unter den Folgen der Überschwemmungen und Verwüstungen leidenden Stadt einer Mammutaufgabe gleichkommt. Claire beginnt, sich umzusehen, umzuhören und stößt dabei auf Mauern aus Wut und Hass ebenso wie aus Angst und Hoffnungslosigkeit. Und auf traurige Wahrheiten.
Das Bild, dass die Autorin von dieser zerstörten Stadt zeichnet und die düstere Stimmung der Geschichte greifen so perfekt ineinander wie zwei Zahnräder und man hat das Gefühl, dass dieser Krimi und diese Stadt wie füreinander bestimmt sind, dass er so in dieser Form woanders gar nicht funktionieren würde. Die Handlung nährt sich von der Dramatik dieses Ortes, ohne dabei schaulustig zu sein.

Neben dem authentischen Schauplatz lebt dieser Krimi von der ungewöhnlichen Privatdetektivin Claire. Sie ist rätselhaft, aufmerksam und irgendwie abgebrüht ohne abgeklärt zu sein. Sie ist feinsinnig und eigentlich weiß man gar nicht so genau, was sie da treibt, wenn sie ihren Hinweisen nachgeht, bis sich plötzlich der Kreis schließt und sich alles zusammenfügt.

Dies war auch die einzige Schwierigkeit in dem Buch und der einzige Grund, warum ich nicht die vollen 5 Sterne vergeben kann. Ich stand zu Beginn des Buches eine ganze Weile ratlos da, wusste nicht, wer diese Claire ist und was sie antreibt. Im Laufe der Geschichte wird das alles geklärt und man bekommt neben der Haupthandlung auch immer wieder Bruchstücke aus Claire DeWitts Vergangenheit erzählt, die einem diese Figur näher bringen und verständlich machen. So rückt die anfangs noch unergründliche Privatdetektivin heraus aus ihrer Unnahbarkeit und wird zu einer Protagonistin mit viel Potential!

Wer den etwas schwierigen Einstieg überstanden hat, kann sich auf einen anspruchsvollen Krimi mit facettenreichen Charakteren und einer stilsicheren Sprache freuen.

Fazit: Ein bisschen „noir“ ohne nur schwarz zu sein , ein bisschen „pulp“ ohne schrottig zu sein. Vielleicht ja „new noir“ :) Aber auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Krimi.

Bewertung: 

Ein wirklich lesenswerter Krimi fernab vom Mainstream!



weitere Infos:

Homepage der Autorin
http://www.saragran.com/Sara_Gran/Sara_Gran.html

Buch auf der Homepage des Verlages
http://www.droemer-knaur.de/buch/7767669/die-stadt-der-toten

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