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15. Februar 2014

REZENSION // Ich bin Tess - Lottie Moggach


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Script5 (17. Februar 2014)
ISBN-10: 3839001587
ISBN-13: 978-3839001585
Originaltitel: Kiss me first


    Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen?

    Leila hat Tess nie zuvor getroffen.
    Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst.
    Tess hat Leila nie zuvor getroffen.
    Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will,
    muss sie Leila ihr Leben anvertrauen.
    Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel.
    Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten?

    Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

    Mit diesem Roman habe ich mich von Beginn an irgendwie schwer getan. Wenn ihr aber jetzt auf einen genauen Grund dafür wartet, so muss ich leider passen.
    „Ich bin Tess“ startet mit dem letzten Gespräch zwischen der Protagonistin Leila und eben Tess, der bereits im Buchtitel und in der Kurzbeschreibung genannten Figur. Die Kurzbeschreibung war es, die mich auf dieses Buch aufmerksam machte und jetzt, im Nachhinein, muss ich sagen, ich habe irgendwie etwas anderes erwartet.
    Die 20 jährige Leila ist ein wirklich schöner Charakter, dem es an Tiefe und Ernsthaftigkeit nicht mangelt. Sie unterscheidet sich ebenso wie die Grundstimmung des Romans deutlich von vielen anderen ab. Ihr seht also, Leila konnte definitiv bei mir punkten, denn sie passt in diesen Roman wie die Faust aufs Auge.

    Ihr wisst, ich bin ein „Gefühlsleser“ und genau dies war vielleicht mein Problem mit diesem Roman. Mit „Gefühlsleser“ meine ich keineswegs, dass der Himmel voller Geigen und alles rosarot sein muss, sondern vielmehr das Gefühl, das ein Roman beim Lesen in mir erzeugt. „Ich bin Tess“ konnte mich irgendwie nicht packen. Trotz einer wirklich spannenden und interessanten Story war ich irgendwie nur „Zuschauer“ und nicht wirklich mittendrin in der Geschichte.

    Die Erdzählperspektive wechselt zwischen Leilas Leben vor und nach Tess Tod. Diese Sicht auf die Dinge gibt zwar einen tiefen Einblick in die Handlung, hielten mich aber irgendwie auch auf Abstand. Zudem sorgte dies auch für einige Längen, die mir den Genuss des Buches umso schwerer machte.

    Insgesamt fand ich den Plot wirklich gut, die Umsetzung wiederum ist in meinen Augen nicht unbedingt perfekt gelungen.







    Vielleicht hat mich dieser Roman einfach „auf dem falschen Fuß“ erwischt. Es hat mir nicht leidgetan, „Ich bin Tess“ gelesen zu lesen und natürlich hatte ich auch gute Momente damit. Nichtsdestotrotz konnte mich dieses Buch aber leider nicht vollends überzeugen. Ich glaube, dieses Roman wird polarisieren. Ich für meinen Teil gehöre wohl zu der Kategorie, die es nicht ganz so toll fanden. Kein schlechter Roman, aber einfach nicht mein Ding.



    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

    Von mir gibt es

    3 von 5 Bookystars 














    Mein Dank für diesen Roman geht an



    http://www.vorablesen.de/





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