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28. Oktober 2013

REZENSION // Frostblüte - Zoë Marriott



Leseprobe


Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Carlsen (2. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551312702
Originaltitel: FrostFire



    Frost lässt keinen an sich heran – aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis? Eine Heldin zum Niederknien – fragil und stark zugleich. Eine Geschichte zum Mitfiebern – beim Kampf gegen gnadenlose Schurken und innere Dämonen. Ein Buch zum Schwelgen und Verschlingen – voller unerwarteter Freundschaft, schwerer Entscheidungen und zarter, bittersüßer Liebe
     
    Ich finde es ja oft interessant, in welchem Zusammenhang der Titel eines Romans mit der Story steht. Bei „Frostblüte“ ist es wirklich sehr eindeutig, ziert doch das Gesicht der Protagonistin Frost, die eigentlich Saram heißt, das Mal einer Frostblüte. Somit ist also gleich klar, wie dieser Titel zustande kam, gleichermaßen aber auch, woher Frost ihren Namen hat.
    Im Prolog erzählt Frost/Saram von ihrer Kindheit und dem Moment, als sie zum ersten Mal den „Wolf“ in sich spürte. Ein, wie ich finde, sehr gelungener Einstieg, lernt man doch so bereits nicht nur die Protagonistin und ein paar Fakten ihrer Vergangenheit kennen. Ich konnte gleichzeitig auch sofort ein „Gefühl“ für die Story entwickeln, die dann im 1. Kapitel, 9 Jahre später, startet.
    Während des gesamten Romans bekommt man immer wieder Rückblicke in Frosts Vergangenheit. Optisch sind diese durch kursive Schrift gekennzeichnet und machen einen Großteil der Geschichte aus. So bewegte ich mich also zwischen Frosts Vergangenheit und den aktuellen Geschehnissen hin und her. Als verwirrend habe ich dies allerdings zu keinem Zeitpunkt empfunden.
    Für mich war eines der Highlights dieses Romans die wirklich fantastisch ausgearbeiteten Protagonisten.
    Zunächst natürlich die 17 jährige Frost, aus deren Perspektive der Roman erzählt wird.
    Von Beginn an hatte ich sie ins Herz geschlossen. Ihr Leben war bisher alles andere als leicht. Ihre eigene Mutter begegnete ihr mit Abscheu und sie kennt nur Ablehnung und Hass, denn wenn Frost Gefahr droht, erwacht der „Wolf“ in ihr. Dies macht sie nahezu unkontrollierbar und gefährlich. Ihr bisheriges Leben verlief so also sehr einsam und so wunderte mich natürlich auch nicht ihr Misstrauen, das sie jedem entgegenbringt. Dennoch ist sie im Grunde ihres Herzens ein guter und hilfsbereiter Mensch auf der Suche nach Freundschaft, Liebe und Geborgenheit. Ebenso versucht sie aber auch, die Kontrolle über ihren „Wolf“ zu erlangen. Ich war extrem begeistert von diesem Charakter und muss der Autorin ein großes Kompliment machen. Mit Frost ist ihr eine absolut vielschichtige und charaktervolle Protagonistin gelungen.

    Gleiches kann man aber auch fast schon von Luca, dem Hauptmann der Berggarde und Arian, seinem Leutnant behaupten. Während Luca zu Beginn gleich wie „der Prinz in der goldenen Rüstung“ wirkt und erst viel später auch ein ängstlicheres und vor allem schwächeres Gesicht preisgibt, so ist es bei Arian eher umgekehrt. Er ist zunächst eher abweisend und kalt. Im Verlauf der Geschichte erfuhr ich natürlich, warum dies so ist. Frost erobert jedoch beide Herzen im Sturm dies führt natürlich zu der bereits zu erwartenden Dreiecksgeschichte und einer sich schnell entwickelnden Liebesgeschichte. Vordergründig ist diese allerdings nicht. Was die Entwicklung dieser Liebesgeschichte angeht, so gibt es schon das ein oder andere Klischee. Ich für meinen Teil konnte aber sehr gut damit Leben und so stellte sich mir stets die Frage, für wen und ob sich Frost denn am Ende entscheiden würde ...

    Die gesamte Story hat mir sehr gut gefallen und birgt so manche Wendung. Einige vorauszusehen, andere eher unvorhersehbar. Einzig die doch für meinen Geschmack recht brutalen Kampfszenen waren mir ein wenig zu lang. Ich bin allerdings auch ein „Lenor-Leser“ und habe es lieber etwas sanfter und unblutiger. Zwischen all dem Kampf, den Geheimissen, die sich mir nach und nach preisgaben und der doch recht ernsten Geschichte gab mir Zoë Marriott jedoch auch den ein oder anderen „Schmunzelmoment“. Ihr Schreibstil ist ebenso angenehm wie ihre schönen und vor allem detaillierten Beschreibungen dieser Fantasy-Welt.


    „Frostblüte“ ist ein Roman über Freundschaft, Liebe und dem Glauben an sich selbst. Frost kämpft nicht nur an der Seite der Berggarde, sondern vor allem auch gegen den „Dämon“ in sich. Eifersucht und Hoffnung finden hier ebenso einen Platz wie Mut, Stärke, Selbstzweifel und Verletzlichkeit. Für mich ein wirklich gelungener Roman, der mich an den Seiten kleben ließ und mich, bis auf die winzigen Kritikpunkte, bestens unterhalten konnte.

    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)


    Von mir gibt es

    4 von 5 Bookystars 





    Homepage der Autorin

    Kommentare:

    1. Schöne Rezi! :)
      Ich fand Frostblüte auch sehr gelungen und den Schreibstil der Autorin klasse. Wäre schön wenn noch etwas von Ihr hier veröffentlich werden würde. Der Vorgänger von Frostblüt z.B. =)

      LG ♥

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    2. Hallo und guten Morgen,

      klasse Buch und in der Thematik mal nicht nur als reines Mädchenbuch gedacht, besondern auch interessant für Jungs die Kampfszenen und da die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht. Sondern nur ein kleiner Teil der Geschichte ausmacht.

      LG..Karin..

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    3. Ich möchte Frostblüte auch sehr gerne. :-) Du warst auch beim Meet & Greet mit Emily Bold auf der Buchmesse, oder? Ich habe dich glaube ich entdeckt, als du gerade ein Foto mit ihr gemacht hast ;-) Das nächste Mal winke ich mal zu dir rüber.

      Liebe Grüße
      Desiree

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    4. Toll, dass die das Buch gefallen hat! Ich habe es gestern gelesen und bin absolut begeistert. Ich werde auch diese Woche noch die Rezi schreiben und denke mal, dass es auf fünf sterne hinauslaufen wird. Frost fand ich toll, aber auch Arian mochte ich supergerne!
      Freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin!

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    5. Ah, schön zu sehen, dass mein Geschmack ähnlich war von der Wertung her .. :) .. das Cover fand ich auch sehr außergewöhnlich und toll.

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