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14. September 2013

REZENSION // Das Leben, das man wählt - Sandra McKee



Leseprobe

Broschiert: 264 Seiten
Verlag: Telescope (2. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 394113955X
ISBN-13: 978-3941139558

AUCH ALS EBOOK ERHÄLTLICH



    Stell dir vor, du hast alles, was du dir je gewünscht hast und erkennst erst dann, was dir fehlt.
    Theresa Winter hat bereits mit Ende 20 alles erreicht, was sie schon als kleines Mädchen für sich erträumte. Zusammen mit ihrem Mann Leo und den beiden Kindern Milla und Tom führt sie ein ruhiges Leben auf dem Lande. Um ihrer Alltagsroutine als Hausfrau und Mutter zu entfliehen, beschließt sie, für einige Tage allein nach Irland zu fliegen, um ihre beste Freundin Lena zu besuchen. Dort trifft sie in einem Dubliner Pub auf den Freigeist und Lebenskünstler Ian Cordes, wodurch ihr Leben eine unerwartete Wendung nimmt.

     
    Die ersten Zeilen dieses Romans ließen mich gleich grinsen und machten mir „Das Leben, das man wählt“ schon auf einen Schlag sympathisch.

    „Mama?“

    „Maaamaaa1“
    Oh nein, bitte nicht jetzt schon! Lasst mich doch wenigstens noch fünf Minuten weiterschlafen!“

    Ohjaaa, das kommt mir bekannt vor :). So startete ich also in diesen Roman mit dem Gefühl, diese Protagonistin gleich zu mögen. Leidensgenossin quasi, mit der man sich identifizieren kann.
    Das war aber nicht das Einzige, warum sich dieser Roman für mich so „echt“ anfühlte. Ganz sicher lag es auch daran, dass ich selber Irland einmal auf einer ganz ähnlichen Route auf eigene Faust erkundet hatte. Ich bin mir sehr sicher, dass der ausführlich und sehr bildlich beschreibende Schreibstil der Autorin Grund dafür war, dass es mir fast schon so vorkam, mit im Auto zu sitzen und erneut die wundervolle Landschaft zu bestaunen.
    Eben diese tollen Details werden aber auch jedem, der dieses tolle Land noch nicht kennt, einen guten Einblick geben und vielleicht sogar den Wunsch wecken, Irland auch einmal zu bereisen.
    Natürlich ist es aber kein Reiseführer, sondern ein wirklich toller Roman mit tollen Protagonisten. Ich kann nur einfach nicht aufhören, von Irland zu schwärmen :)

    Theresa ist eine verheiratete Frau und Mutter. Ich fand es wirklich sehr gelungen, wie Sandra McKee den inneren Zwiespalt verdeutlicht, den Theresa in sich spürt. Einerseits ist sie sich ihren Verpflichtungen durchaus bewusst, andererseits genießt sie aber auch dieses fast schon vergessene Gefühl der Leidenschaft. Sie ist ein sehr moralischer Mensch, der jedoch von seinen Gefühlen übermannt wird.

    Auch Ian ist der Autorin sehr gut gelungen und vermittelte zwar einerseits den Eindruck eines Weiberhelden und Draufgängers, andererseits kommt aber auch eine vorsichtige, gefühlvolle Seite zum Vorschein. Diese Kombination hat mir persönlich sehr gut gefallen und ist natürlich der Inbegriff eines Mannes in einem Liebesroman.

    Wer nun aber denkt, es handele sich hier „nur“ um einen Liebesroman, den man an jeder Ecke schon 100-mal gelesen hat, der irrt. Diese Liebesgeschichte ist nicht einfach nur schön. Vor allem aber eben nicht einfach! Ich selber war ständig hin und hergerissen und hätte Theresa nicht raten können, was zu tun ist. So verfolgte ich also gespannt den Verlauf der Dinge.

    Auf Seite 125 stolperte ich übrigens über ein weiteres Zitat, dass ich euch nicht vorenthalten möchte. Hier sagt Theresa...

    „Ich kann ein Buch, das ich gelesen habe, nur sehr schwer wieder hergeben. Bei der Lektüre gehe ich eine Art Bindung zu dem Buch ein. Ich möchte es, nachdem ich es gelesen habe, in mein großes Bücherregal stellen. Mit einem geliehenen Buch geht das nicht und ich habe das Gefühl, als ob ich mich unter diesen Umständen von Anfang an nicht so sehr auf das Buch einlassen könnte, weil ich weiß, dass ich es wieder hergeben muss.“

    Sagt selbst, muss man eine solche Protagonistin nicht lieben?

    Das Ende ... tja, wie soll ich sagen. Während des gesamten Romans gab es eigentlich nur 2 Varianten, wie diese Geschichte enden würde. Mein Ehefrauenherz wünschte sich die eine, mein hoffnungslos romantisches Herz die andere. Welche Variante Sandra McKee wählte, das verrate ich euch natürlich nicht. Nur eins sei euch gesagt, … ich war überrascht!


    „Das Leben, das man wählt“ ist ein wunderschöner, gefühlvoller Liebesroman vor der tollen Kulisse Irlands. Wie man erwartet, findet man auch hier einige Klischees und auch ein wenig Kitsch. Dies meine ich aber durchaus positiv denn das gehört einfach zu einem Liebesroman dazu. Nichtsdestotrotz hat dieser Roman aber auch Tiefe und es ist nicht alles so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Ihr sucht Gefühl, eine tolle Story und eine nicht ganz einfache Liebesgeschichte? Na dann solltet ihr diesen Roman lesen.

    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)


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