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6. Juni 2013

REZENSION // Der Algorithmus der Liebe - Laurie Frankel







Leseprobe

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (4. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268369
ISBN-13: 978-3453268364
Originaltitel: Goodbye For Now
    Manchmal ist das Ende erst der Anfang

    Mithilfe eines Computers hat Sam seine Traumfrau Meredith gefunden. Als deren Oma Livvie stirbt, versucht er sie zu trösten: Er lässt seinen Rechner aus alten E-Mails von Livvie eine neue Nachricht generieren, wie die Oma sie geschrieben haben könnte. Meredith ist begeistert! Sie will weiter mit ihrer virtuellen Livvie kommunizieren. Und sie will anderen ebenfalls die Möglichkeit bieten, auf diese Weise mit ihren geliebten Verstorbenen in Kontakt zu bleiben. Doch damit beginnen die Probleme. Und auch die tiefe Liebe zwischen Sam und Meredith steht bald vor einer gigantischen Prüfung.

     

    Mit „Der Algorithmus der Liebe“ durfte ich erneut ein Buch lesen, das einfach berührt ... und beschäftigt. Mir ist es wirklich unter die Haut gegangen und das lag mit Sicherheit nicht nur daran, dass ich das Gefühl, einen geliebten Menschen verloren zu haben teilen konnte. Ich denke, zum größten Teil lag es am sanften und unglaublich schönen Schreibstil der Autorin. Sie schafft wirklich mühelos den Spagat zwischen Trauer, Hoffnung und Liebe und macht mit ihren bildlichen Beschreibungen, den tollen Figuren und dem sanften Unterton dieses Buch zu einem Pageturner. Mich machte er gleichermaßen traurig und hoffnungsvoll und auch Zeit zum Schmunzeln räumte mir Laurie Frankel ein.
    Der Inhalt wird durch die Kurzbeschreibung bereits deutlich allerdings hatte ich ehrlich gesagt nicht so viel Tiefgang erwartet. „Der Algorithmus der Liebe“ hat mich nicht nur einmal innehalten lassen, um meinen eigenen Gedanken nachzugehen. Würde ich diese Chance nutzen? Würde ich auch einen verstorbenen Menschen auf diese Weise in meinem Leben halten wollen. Fragen, die sich sicher jeder Leser zwangsläufig stellen wird.

    Obwohl dieser Roman voller Verlust und Trauer ist, entstand bei mir aber kein bedrücktes Gefühl, sondern irgendwie fühlte sich mein Herz dennoch leicht an. Genau dies ist wohl die Stärke des Schreibstils. Gefühlvoll und detailliert beschreibt die Autorin ohne aber, trotz des traurigen Themas, den Leser in ein tiefes Loch fallen zu lassen. Es geht hier um viel mehr als nur ein Computerprogramm, aber auch um viel mehr als Verlust und Tod.

    Laurie Frankel hat hier nicht nur eine wundervolle Geschichte geschrieben, sondern auch unglaublich schöne Figuren „zum Leben“ erweckt. Natürlich stehen die Protagonisten Sam und Meredith im Vordergrund. Beide sind einfach nur wundervoll und ich mag die Art, wie die Autorin sie dargestellt hat. Sehr viel Mühe hat sie darauf verwendet, den beiden einen ganz besonderen Charakter zu geben und das ist ihr extrem gut gelungen.
    Was aber das Tolle an diesem Roman ist, sind die Nebenfiguren. Selten habe ich einen Roman gelesen, dessen Nebenfiguren seien sie noch so klein und unwichtig und ihr „Auftritt“ noch so kurz, so liebevoll und detailliert beschrieben wurden. Einfach großartig.


    Der Algorithmus der Liebe“ hat mich bewegt, beeindruckt und beschäftigt. Ich verbrachte eine ganze Lesenacht mit tollen Figuren und einer Geschichte, die ganz sicher in meinem Kopf bleiben wird. Ich durfte Lächeln und Trauern und war für einige Stunden ein Teil von RePrise. Vielen lieben Dank Laurie Frankel.

    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

    Von mir gibt es

    4 von 5 Bookystars 


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    Vielen Dank an Brandenburg Buch, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

    Kommentare:

    1. Schön das es dir so gut gefallen hat! Das Buch hatte ich im Newsletter gesehen und war recht begeistert. Allerdings wusste ich bis heute nicht was ich davon halten soll. Jetzt wandert das Buch aber schleunigst auf die Wunschliste!

      LG Anni

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    2. Ich mag es auch total, wenn die Nebenfiguren so "gehaltvoll" dargestellt werden. Bei mir ist es schon ein paar Mal vorgekommen, dass mir die Nebendarsteller fast ein wenig besser gefallen haben, als die Hauptakteure. ;-)

      Werde das Buch wohl doch bald mal lesen müssen... Deine Rezi macht Lust auf mehr. :-)

      LG, Sabrina

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