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14. Mai 2013

REZENSION // Bitterzart - Gabrielle Zevin


Leseprobe

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (25. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 384142130X
ISBN-13: 978-3841421302
Originaltitel: Birthright 1: All these things that I've done
    Ein Mädchen zwischen High School und Verbrechen, zwischen Liebe und Verantwortung

    New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade sind illegal. Smartphones sind für Minderjährige verboten und um 24 Uhr ist Sperrstunde. Die Balanchine Familie ist das Zentrum des illegalen Schokoladenhandels in New York. Doch die Eltern von Anya Balanchine sind bereits tot, und Anya ist mit 16 Jahren das Familienoberhaupt. Sie kümmert sich um ihre Geschwister und die kranke Großmutter, und versucht, sie alle möglichst aus dem illegalen Familiengeschäft rauszuhalten.
    Von ihrer ersten großen Liebe Win kann sie sich allerdings nur sehr schwer fernhalten, dabei ist er ausgerechnet der Sohn des Oberstaatsanwaltes – ihres schlimmsten Feindes…

     

    Auf den ersten Seiten dieses Romans war mir nicht klar, wohin diese Geschichte (mich) führen würde. Sicher, ich kannte die Kurzbeschreibung und doch war ich unsicher, worauf ich mich hier eingelassen hatte. Dystopien sind nicht immer so ganz mein Ding. Daher war ich ein wenig skeptisch, ob "Bitterzart" wohl in mein Beuteschema passt. Kurz gesagt - es PASST!
    Das es sich hier um eine Dystopie handelt wird quasi nur am Rande klar. Natürlich spürt man, dass dies eine futuristische Welt ist, doch bei mir geriet das irgendwie immer in den Hintergrund. Hin und wieder wurde ich durch Beschreibungen, beispielsweise die der Freiheitsstatue, wieder daran erinnert, grundsätzlich fühlte es sich für mich aber eben nicht wie eine Dystopie an. 
    Besonders diese Beschreibungen zeigten mir aber nicht nur, dass ich mich in unserer Welt der Zukunft befand... sondern sie lösten gleichermaßen ein Erkennen aus, was mir wiederum sehr gut gefallen hat und den Roman in meinen Augen sehr "echt" wirken liess.
    Die Story wird Rückblickend aus der Sicht von Anya erzählt. Ich mag diese Schreibweise sehr und besonders in diesem Roman war es für mich so, als ob Anya mir gegenüber sitzt und ich ihr gebannt lausche. Für mich also ein wunderbarer Schreibstil, flüssig zu lesen, wortgewandt und packend.

    Die Protagonisten wurden sehr schön dargestellt, auch wenn ich mir hier in den Fortsetzungen teilweise noch ein wenig mehr Hintergrundinfo erhoffe. Aber man sollte ja auch nicht gleich sein ganzes Pulver auf einmal verschießen, oder? 
    Jeder der Figuren wurde aber sein ganz eigener Charakter zuteil und es war schön und spannend zugleich, sie kennen zu lernen. Ich denke aber, da gibt es in Zukunft noch mehr zu entdecken. Vor allem Anya konnte ich noch nicht so richtig einschätzen und bin sehr gespannt auf ihre Weiterentwicklung.

    Die Geschichte ist toll. Dystopie-Fans werden vielleicht ein wenig enttäuscht sein, denn die mir aus Dystopien bisher bekannte düstere Endzeitstimmung stellte sich bei mir nicht ein. Für mich war es aber eine wirklich tolle Story. "Bitterzart" kann also auch bedenkenlos von Lesern genossen werden, die bisher noch keinen Zugang zu Dystopien hatten :)

    Die Idee hinter dem Buch ist einfach klasse, wahrscheinlich war sie mit ein Grund dafür, dass ich "Bitterzart" unbedingt lesen wollte. Kein Kaffee? Keine Schokolade??? Ojeeeeeeeee ! Auch hier sind für mich einige Fragen offen geblieben und ich erhoffe mir auch hier noch ein wenig mehr Infos zur Familie und den Umständen. Zwar wurde minimal angerissen, wie es zum "Schokoladenverbot" kam, aber so ganz hat mir das nicht gereicht. Das wird sich aber sicher in den Folgebänden noch ausführlicher klären.
    Neben Spannung gibt es natürlich auch Liebe... und die Liebesgeschichte zwischen Anya und Win ist wirklich sehr schön. Klar, man kennt schon diese Liebe zwischen "guter Familie- schlechter Familie", aber dennoch wird sie hier auf eine tolle Art dargestellt. Ja, hin und wieder gibt es Klischees, dafür aber recht wenig Kitsch und ich für meinen Teil fand sie einfach "bitterzart"



    Eine Dystopie, die eigentlich gar nicht dominiert. Vielmehr ein Fantasyroman mit dystopischen Ansätzen... oder vielleicht doch eine Dystopie? In jedem Fall ein spannender Auftakt einer neuen Trilogie, dessen Geschichte ich gebannt verfolgt habe. Entspannt habe ich mir am Ende des Romans ein Stück Schokolade und eine Tasse Kaffee gegönnt... wer weiss schon, wie lange man sie geniessen kann :)



    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

    Von mir gibt es
    4 von 5 Bookystars 


    Vielen Dank an
    Blogg dein Buch
    die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben


     

    Die Trilogie


    Teil 1
    Bitterzart
    Teil 2
    Edelherb
    Teil 3
    ???


    ?
    Erscheinungstermin 25. April 2013 Erscheinungstermin voraussichtlich  
    23. Oktober 2013
    Erscheinungstermin
    ????








    Homepage der Autorin
    Die Autorin auf Twitter
    Die Autorin auf Facebook
    Lesegruppe auf Facebook zu Bitterzart

    Kommentare:

    1. Das Buch habe ich mir kürzlich bei eBay ersteigert und bin schon gespannt drauf :-) Das Cover fühlt sich schon sooo gut an :-D

      LG Scatty

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    2. Hallo Nicole,

      ja das ist auch so ein Buch, dem man zur Zeit in vielen Blogs über den Weg läuft.
      Bin jetzt mal noch auf andere Meinung dazu gespannt.

      LG..Karin...

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    3. Fantasy? Jetzt bin ich echt verwirrt...dass es aber keine "richtige" Dystopie sein soll, habe ich jetzt schon ein paar Mal gehört.

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    4. Allein schon weil es um Schokolade geht, will ich dieses Buch haben >.< *Magen knurr*

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    5. Habs mir auf Englisch bestellt. Bin echt gespannt. Toller Blog, toller Rezension.

      Andreea @ http://themoonlitbookshelf.blogspot.de/

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