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20. Mai 2013

REZENSION // Autoreverse - Kai Thomas Geiger






Leseprobe

Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Theiss (10. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3806227748
ISBN-13: 978-3806227741
    Rock n Roll ist der Kitt, der sie zusammenhält und doch ist jeder allein. Sie wollen nicht dazugehören und brauchen doch die Clique. Gute Musik und ihre Leichtkrafträder bedeuten ihnen alles, bis der Ernst des Lebens sie aus ihren Träumen reißt: Basti, der scheinbar coole Rocker und insgeheim so brave Sohn spießiger Eltern, Jones, der vor aller Augen am Leben kaputtgeht, Floyd, der junge Wilde, der die Träume der anderen lebt, Fred, der Popper, der lässig sein Ding macht, und der Ich-Erzähler Marc, der in diesem chaotischen Haufen seinen Weg zwischen Anpassung und Rebellion sucht.
    Wer sich an die Suche nach Münzen zum Telefonieren erinnert, AC/DC nicht mit einem Automobilclub verwechselt und weiß, was eine B-Seite ist oder die legendären 80er verpasst hat, aber das Geburtsjahr im Schülerausweis fälschen kann und rasante, witzige Romane mag, wird dieses Buch lieben!

     
    Mich sprach der Klappentext dieses Romans auf Anhieb an, ist es doch auch ein Stück meiner Jugend, die hier angesprochen wird...
    Zunächst viel mir der sehr lockere Schreibstil auf, der mich schon binnen weniger Seiten Lächeln ließ. Dieser passt eben nicht nur zu den Protagonisten, sondern machte irgendwie die Geschichte "echt" für mich. Marc, der Protagonist erzählt "seine Geschichte" in der Ich-Form. Diese Form ist mir, wie ihr wisst, in Büchern die Liebste.

    Aber nicht nur der Schreibstil ist toll, sondern auch die Protagonisten. Marc ist sicher der Hauptprotagonist, doch auch seine Kumpels wirken einfach realistisch. Ich denke, hier findet jeder einen, den er selber zu kennen scheint. Ganz sicher liegt das auch daran, dass der Autor selber ein Kind der 80er ist, also "mittendrin statt nur dabei" war.

    Auch wenn ich mich wirklich nicht in Stuttgart oder seiner Umgebung auskenne, so fand ich mich doch, dank der schönen Beschreibungen, prima dort zurecht.

    Die Story hat mir ausgesprochen gut gefallen und neben Musik und Freundschaft wird sich auch kritisch mit dem Thema Alkohol/Drogen auseinander gesetzt. Die Geschichte ist in die A-Site und B-Site unterteilt. A-Site beschreibt das erwachsen werden der Jungs bis sie 16. sind. Danach wird es auf der B-Site ein wenig ernsthafter und auch die Probleme, um die es nun geht bekommen einen anderen Charakter.

    Ganz ehrlich,  trotz Wut und Trauer, die man ebenso mit den Protagonisten durchlebt wie das Gefühl der Freundschaft... ich musste soooooooooooooo oft Lächeln. Ja, manchmal fühlte ich mich wirklich in meine eigene Jugend versetzt. Die paar Jahr, die ich jünger bin als der Protagonist Marc und die Tatsache, dass ich im Rheinland erwachsen werden durfte tut dem ganzen keinen Abbruch. Für mich war es eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit.
    Ich liebe die Songtextzeilen, ich liebe die ausgewählten Musikstücke, die man immer wieder in der Geschichte findet...
    Es ist wohl die Mischung aus Tiefe, Humor und Erinnerung, die dieses Buch für mich zum Pageturner machte.


    "Autoreverse" war für mich nicht nur ein wirklich schöner Roman, sondern auch ein Blick zurück auf meine eigene Jugend. Ich hab es genossen, diesen Roman zu lesen, mich erinnert, gelächelt und nachgedacht. Vielen Dank lieber Kai Thomas Geiger, dass du die Kassette für mich zurück gespult hast :). Mein Gott, die 80er waren schon toll !!!

    ©Nicole Huppertz (the-cinema-in-my-head.blogspot.de)

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    4 von 5 Bookystars 


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