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13. März 2013

REZENSION // Pandämonium - Die schwarzen Künste 01 - Andrew Prentice & Jonathan Weil


LESEPROBE

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbj (25. Februar 2013)h
ISBN-10: 3570136027
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Books of Pandemonium
London, 1592. Als der Taschendieb Jack einem geheimnisvollen Fremden die Geldbörse stiehlt, gerät er in ein Abenteuer, das er niemals für möglich gehalten hätte. Plötzlich sieht er überall Dämonen. Tödliche Magie breitet sich in der Stadt aus und grausige Morde haben Hexenjäger auf den Plan gerufen. Der eifrigste unter ihnen, Nicholas Webb, ruft dazu auf, die Stadt von Dämonen zu befreien. Doch er spielt ein falsches Spiel. Und Jack hat ein ganz persönliches Motiv, ihn zu hassen: Webb hat seine Mutter umgebracht. Jack hat ihm Rache geschworen. Zusammen mit der Gaunerprinzessin Beth Sharkwell, dem zwielichtigen Spion Kit Morely und einem irrwitzigen Dämon nimmt er den Kampf auf gegen Webb, der über mehr Kräfte verfügt, als es scheint …


 




Wow, was für ein Abenteuer! Das war zusammengefasst wohl der Satz, der meinen Leseeindruck beschreibt, nachdem ich das Buch zugeschlagen habe.
Der besondere Schreibstil der beiden Autoren machte es mir nicht immer sehr leicht und für mich war ein auch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich würde wirklich behaupten, er setzt sich doch deutlich von den „üblicherwise“ zu lesenden Schreibstilen ab. Nicht, das dies etwas schlechtes ist. Je mehr Seiten verstrichen um so einfacher war es für mich, Geschmack daran zu finden. Und ich finde, er passt auch wirklich gut zur Handlung.

Dem Autorenduo ist es sehr gut gelungen, den Leser in das Jahr 1592 zu katapultieren und ihre detaillierten Beschreibungen ließen dieses vergangene London mühelos in meinem Kopf entstehen. Gerade diese tollen Beschreibungen waren es auch, die einfach diese unglaubliche Atmosphäre entstehen liessen, die diesen Roman wirklich hervorhebt. Man fühlte sich mittendrin und glaubt mir, an manchen Stellen war das ganz schön nervenaufreibend.

Jack war für mich eine Sache für sich. Zu Beginn konnte ich ihn kaum einschätzen und von Seite zu Seite lernte man ihn näher kennen. Diese häppchenweise Kennenlernen machte diesen Charakter natürlich auch um so interessanter. Irgendwie war er für mich nie richtig „zu packen“. Auch wenn Jack wohl nie zu meinen absoluten Lieblingscharakteren zählen wird, so ist er aber in jedem Fall einer, der im Gedächtnis bleiben wird. Die Autoren haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet und aus ihm einen vielschichtigen und charaktervollen Protagonisten gemacht. Die Nebenfiguren dienen in diesem Roman nicht „nur“ der Ausschmückung des Romans. Einige von ihnen spielen eine wirklich große Rolle für die Handlung und tragen so auch ihren Teil dazu bei, dass es vor Fragezeichen in meinem Kopf manchmal nur so wimmelte.

Die Story ist spannend, magisch, düster und voller Gefahren, die es gilt, zu meistern. Es ist einfach nur fesselnd, dies alles „mitzuerlesen“. Ein Abenteuer par excellent, dass nicht nur die Herzen jugendlicher Fantasyliebhaber höher schlagen lassen wird. Die verschiedenen Sichtweisen und auch der bereits erwähnte Schreibstil der Autoren machen diesen Roman nicht unbedingt zu einer „leichten“ Lektüre. Jedoch lohnt es sich wirklich, sich die Zeit für diesen Roman zu nehmen und ihn nicht einfach so zu überfliegen. Nur ganz selten wirkte er auf mich ein wenig langatmig. Die meiste Zeit überzeugte er wirklich mit ausgesprochen spannender Unterhaltung. Und interessanterweise fliegen die Seiten, trotz der absoluten Aufmerksamkeit, die die Story und der Schreibstil dem Leser zeitweise abverlangt, einfach nur so dahin. Ich war wirklich überrascht, wie schnell ich am Ende angekommen war. Ebenso überrascht war ich über den Humor, der hier und da für mich eine wirkliche Erholung in all der "Düsterniss" war. Auch hier Hut ab, wie schön die Autoren diesen eingebracht haben.

Doch sehr heftige Szenen, die ich so nicht erwartet hätte, verdeutlichen zwar die Gefahr sehr gut und sind auch für die düstere Atmosphäre förderlich, heben aber für mich das als empfohlen angegebene Lesealter von 12 Jahren deutlich an. Ich würde es mehr für Jugendliche ab 14 empfehlen. Diese Altersklasse wird meines Erachtens auch besser mit dem Schreibstil der Autoren zurechtkommen.

Der Showdown am Ende ist toll. Grundsätzlich ist die Geschichte auch abgeschlossen, lässt aber genügend Fragen für die Fortsetzung offen.




Ein Krimi, ein Thriller, ein Abenteuer ! Magisch, düster... all das ist Pandämonium. Wer hier leichte Lektüre und ein sonniges London erwartet liegt absolut falsch. Die Faszination des Buches geht hier ganz deutlich von der Atmosphäre aus, die das Autorenduo dem Leser eindrucksvoll vermittelt. Nichts für zartbesaitete Menschen, denn manchmal geht es doch sehr blutig und brutal zu. Eine wahnsinnig tolle Story, spannend von Anfang bis Ende hat mir die Nacht zum Tag gemacht. Was für ein toller Auftakt dieser neuen Reihe!!!!



Von mir gibt es


4,5 von 5 Bookystars 


 

Kommentare:

  1. Whow!!! Was für eine gelungene, fesselnde Rezi!!

    Mir hat der Roman auch sehr gut gefallen, weil er sich auch deutlich von der Masse abhebt. Allerdings ist es mir nicht so gut gelungen meine Begeisterung in Worte zu fassen.

    LG Nanni

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    1. Vielen lieben DANK für das nette Kompliment!!! Würde mir deine Rezi sehr gerne mal ansehen :)

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