Statische Menueleiste rechts zu den Social Medias

30. Dezember 2012

REZENSION // Vado Mori - Markus Blättler

    Cover by Amazon

    Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    Verlag: Münsterverlag Gmbh (13. Dezember 2011)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3905896192
    ISBN-13: 978-3905896190
                 

        «Plötzlich erfüllt Unruhe die Basler Rheinpromenade. Ein Hund beginnt kehlig zu bellen. Verzerrte Stimmen werden laut. Gesichter drehen sich zum Flussufer. Das Kreischen einer Frau zerreißt vollends die sommerabendliche Stimmung. Die Fährglocke wird geschlagen, und Menschen setzen sich in Bewegung. Thea läßt die Becher fallen. Das ungute Gefühl, das sie bisher wie eine kleine Flamme zu kontrollieren vermochte, breitet sich nun wie ein Lauffeuer in ihr aus. ‹Kilian›, stammelt sie mit aufsteigender Panik.» Hätte Thea Blum, Schülerin am Gymnasium Leonhard, den tödlichen Unfall verhindern können? Von Selbstvorwürfen geplagt, glaubt sie immer öfter, eine fremde Stimme in ihrem Kopf zu hören. Diese flüstert ihr Unverständliches zu: «Esteradon.» Während ihr Vater sich wieder im Alltag zurecht zu finden versucht, freundet sich Thea mit Kerstin, Schulkollegin und selbsternannte Nachtjägerin, an. In ihrem Beisein entwickelt Thea gefährliche Fantasien und erlebt dabei, dass die Grenze zwischen Leben und Tod nicht unverrückbar ist – eine ebenso unheimliche wie herbeigesehnte Erfahrung: Denn Thea will ihren verunglückten Bruder wiederfinden. Dafür begibt sie sich in eine andere Welt … nach Esteradon und löst damit Ereignisse aus, deren Ursprünge weit zurück gehen – bis ins mittelalterliche Basel. Bald steht Thea vor der schwersten Entscheidung ihres noch jungen Lebens.


         




        Ohne große Umschweife startet der in Basel geborene Autor Markus Blättler diesen Roman. Man wird gleich mit dem Tod konfrontiert und dies macht den Start in diesen Roman gleich rätselhaft. Ein guter Einstieg, wie ich finde, denn er machte mich als Leser gleich neugierig auf die Geschichte. Dann darf man aber erst einmal Luft holen und Thea und ihr Leben kennenlernen.

        Thea, die Protagonistin, hat sehr viel Tiefe und Charakter und ist, wie ich finde, wirklich sehr gut und realistisch gelungen. Eine ebenfalls große Rolle spielt ihre Freundin Kerstin und auch hier kann ich sagen, dass es dieser Figur an nichts mangelt. Diese beiden Figuren dominieren den gesamten Roman und Markus Blättler hat sich mit ihnen wahrlich viel Mühe gegeben.  Das hat sich wirklich gelohnt, denn schon alleine deswegen ist der Roman wirklich gut gelungen.
        Toll fand ich die Tiefe der Gefühle, die der Autor mir vermitteln konnte. Ich hoffe, euch wird es eben so gehen denn auch das ist etwas besonderes an diesem Roman.

        Die Story ist sehr vielschichtig und der Autor schafft es, die unterschiedlichsten Ereignisse und Zeiten in diesem Roman zu vereinen. Manchmal war mir der Input ein wenig zu heftig, dennoch aber interessant und, vor allem,  gut umgesetzt. Vergleichen kann ich diesen Roman mit nichts, dass ich bisher gelesen habe und ich war wirklich überrascht von dieser tollen Idee! Die 528 Seiten haben es in sich, auch, wenn es mir hin und wieder nicht schnell genug ging. Zu Beginn muss sich der Leser mit insgesamt 4 Strängen auseinandersetzen, die sich etwa zur Mitte hin dann aber zusammen fügen. Hin und wieder stimmte mich das etwas ungeduldig wobei ich sagen muss, dass ich grundsätzlich nicht gerade ein Freund von verschiedenen Strängen in Romanen bin. Ich möchte an dieser Stelle aber gar nicht viel über die eigentliche Geschichte erzählen, um nicht zu viel zu verraten. Markus Blätter liess aber in meinem Kopfkino eine wirklich düstere und gruselige Grundstimmung entstehen...

        Mir hat besonders gut gefallen, wie der Autor Fantasy und Realität zusammen bringt. Ich glaube, dies ist mit ein Grund dafür, warum diese düstere Atmosphäre in diesem Maße entstehen kann. Es fühlt sich einfach echt an. Wenn dieser Roman eines auf jeden Fall ist, dann spannend und rätselhaft! Und so verbrachte ich die Stunden mit diesem Roman damit zu rätseln, mich zu gruseln und auf meine Unterlippe zu kauen...




        Wenn ich diesen Roman mit drei Wörtern beschreiben müsste, würde ich wohl "spannend", "morbid" und "anders" wählen. Dieser Debütroman ist wirklich sehr gut gelungen und so wundert es mich nicht, dass er in der Schweiz bereits große Erfolge verbuchen kann. Wer auf der Suche nach einem Fantasyroman der anderen und wohl auch besonderen Art ist, der sollte hier in jedem fall zugreifen und wird nicht enttäuscht werden.


        Im Cinema gibt es 
         
        4,5 von 5 Bookystars

        Keine Kommentare:

        Kommentar veröffentlichen

        Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...