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7. September 2012

REZENSION // Kälte - Michael Northrop





Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (15. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785574282
ISBN-13: 978-3785574287



Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird. Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Schon auf den ersten Seiten verschafft der Autor dem Leser eine leise Ahnung von dem, was ihn erwarten wird und schürt somit gleich zu Beginn nicht nur die Neugierde sondern auch schon die Spannung. Dann geht er erst einmal dazu über, eine Umgebung zu schaffen,den Protagonisten vorzustellen und gaaaaanz langsam die Katastrophe beginnen zu lassen. Besonders gelungen finde ich dabei, dass sich der Protagonist Scotty quasi selber vorstellt und mit dem Leser spricht...
"Das bin ich also, Scotty Weems. Ich werde euch sozusagen durch diese Geschichte begleiten."
Die Personenbeschreibungen sind sehr detailliert, wobei sich Michael Northrop nicht nur auf das Äußere beschränkt, sondern gleich kurze Charaktermerkmale und die jeweilige "Stellung" der Person in der Schule einfliessen lässt. Es sind die typischen und vielfach bekannten Teenager die er beschreibt, und so machen Nebenfiguren wie "das hübsche Mädchen", "der Störenfried" oder "der Eigenbrödler" diesen Roman irgendwie realistisch. Nichts desto trotz hätte ich mir für die Charaktere ein wenig mehr Tiefe gewünscht, denn allesamt wirken doch ein wenig undscheinbar.
Die Geschichte baut sich langsam auf und es war sehr interessant mitzuerleben, wie die Teenager langsam aber sicher ihre Lage erkennen. Hier und da hätte ich persönlich mir ein wenig mehr "Geschichte" gewünscht, denn Michael Northrop beschränkt sich wirklich auf die wesentlichen Dinge. Dies, so muss ich zugeben, kommt aber der Spannung und den Emotionen wirklich zu Gute.
Der Schreibstil des Autors lässt dennoch keinen Grund zu meckern. Er ist flott, angenehm zu lesen und hat genau das richtige Maß, Dinge so zu beschreiben, dass man sie sich mühelos bildlich vorstellen kann, ohne von zu vielen Infos gelangweilt zu werden. So bricht auch die Spannung nie ab und wird von Seite zu Seite gesteigert. Ebenso hat mir sehr gut gefallen, dass auch Humor und Sarkasmus einen Platz in diesem doch recht "unlustigen" Roman gefunden haben
Es sind die kleinen Sätze und Dialoge, die den Roman, trotz aller Spannung, dennoch sehr locker erscheinen lassen.
Er beginnt mit Ausführungen und Erklärungen um sie dann drei Sätze später wieder abzubrechen und auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben. So lässt die Neugier des Lesers nie nach und der Spannungsbogen steigt.
Die Geschichte hat mir gut gefallen und wie schon beschrieben lässt auch die Umsetzung wenig zu wünschen übrig. Ich für meinen Teil hätte mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, denn in meinen Augen hätte man diese Story noch etwas umfangreicher erzählen können. Dabei darf man aber nicht außen vorlassen, dass es sich um einen Jugendroman handelt und in dem Falle denke ich, ist das "Maß" absolut in Ordnung. Man weiss ja, wie abschreckend ein "richtig dicker Wälzer" auf die Kids wirken kann.
Das Ende war für mich okay, allerdings nicht überraschend und auch hier hätte ich mir gewünscht, dass noch ein paar Seiten folgen werden um noch ein paar zusätzlichen Infos zu bekommen.

Ein spannendes Szenario das wirklich sehr schön erzählt wurde und dem es an Spannung nicht mangelt. Der Humor kommt dennoch nicht zu kurz und somit ist "Kälte" ein toller Jugendroman, den man nicht mehr aus der Hand legen mag. Mir als "Fremdgenre-Leser" hat es wirklich gut gefallen.
Bei der Bewertung habe ich ein wenig gezögert und geschwankt zwischen 3,5 und 4 Bookystars. Letztendlich war es die Tatsache, dass dieses Genre nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehört und ich somit recht wenig Vergleichsmöglichkeiten habe.

Von mir gibt es

4 von 5 Bookystars

Kommentare:

  1. Wow! Kay hat gerade mal drei Sterne vergeben ;-)

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  2. Hm, wie schon gesagt, eigentlich ist es nicht mein Genre, vielleicht fand ich es daher auch etwas besser.

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  3. Danke für diese tolle Rezi! Das Buch hört sich wirklich super spannend an, ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten.

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