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24. September 2012

REZENSION // Flying Moon - Katrin Bongard



Format: Kindle Edition
Dateigröße: 349 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 246 Seiten
Verlag: Red Bug Books (11. September 2012)
Flying Moon ist die Geschichte der 16 jährigen Moon, die auf einer Filmparty einen Jungen trifft und sich sofort in ihn verliebt. Was Moon nicht weiß: er ist ein Filmstar, sein Ruf als Verführer legendär. Nach einer stürmischen Annäherung werden beide unfreiwillig getrennt. Ein Jahr später treffen sie auf einem Filmset zufällig wieder aufeinander und sollen ein Liebespaar spielen ...


Ein rockiges Aschenputtel, ein trauriger Prinz, eifersüchtige Exfreundinnen. Ein modernes Liebesmärchen - So wirbt der Verlag Red Bug Books für diesen Roman und ich kann bestätigen, dass trifft die Sache wirklich gut! Aber, "Flying Moon" ist sogar noch ein bisschen mehr...
Es ist ein Jugendroman, der ein wenig anders ist als viele andere Romane dieses Genre und ich hoffe, ich kann euch beschreiben warum....
Schon zu Beginn überraschte die Autorin Katrin Bongard, mit nachdenklichen kleinen Dialogen zwischen Bruder und Schwester und diese Dialoge waren es, die mich sofort in eine besondere Stimmung für diesen Roman brachten. Das soll nicht heißen, dass dieser Roman traurig beginnt, vielmehr haftet ihm einfach nicht diese rosaroten-alles-ist-toll- Stimmung an. 
Der Schreibstil der Autorin ist toll und die Art, wie die Autorin Gefühle und Gedanken ausdrückt, weicht vom häufig üblichen Stil der Jugendbücher ab. 
Endlich mal wieder ein Roman, der in Deutschland spielt dachte ich, als ich diesen Roman begann und so spielt die Story beispielsweise in Berlin, Leipzig oder Saarbrücken. Auch das ist vielleicht ein Grund dafür, warum sich dieser Roman für mich einfach real anfühlte.
Die Figuren in diesem Roman weichen ebenfalls ein wenig von der Norm ab und erfreulicherweise sind hier nicht alle ohne Fehl und Tadel sondern haben allesamt ihr Ecken und Kanten. Vor allem aber wirklich viel Charakter. Beispielsweise der Bruder der Protagonistin Moon. Hier lernte ich einen Jungen kennen, der quasi gleich nebenan wohnen könnte. Ein Teenager, der mit der  Trennung seiner Eltern kämpft, Schule schwänzt und sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt.  Nicht der Ideal-Teenager aber, wenn man ehrlich ist, dann ist auch nicht jeder Teenager ein Vorzeigekind und stets lieb und nett. An seiner Seite hat er seine Schwester Moon, die ihre Mutter in Bezug auf ihren Vater anlügt, um eine Erlaubnis zu bekommen, sicher aber auch, um sie nicht zu verletzen. Sehr schön dargestellt sind auch ihre Zweifel in Bezug auf Lasses Gefühle und die allgegenwärtige Frage (schau)spielt Lasse nur mit ihr oder sind seine Gefühle echt.
"Der traurige Prinz" ist in diesem Fall der Schauspieler Lasse der mit Klischees der Filmszene behaftet doch eigentlich ganz anders ist... oder vielleicht doch nicht?
Die Entwicklung der Liebesgeschichte ist sachte, auch wenn es zu Beginn quasi Liebe auf den ersten Blick ist. Hier lässt sich die Autorin genügend Zeit um den Protagonisten Gelegenheit zu geben, sich ihrer Gefühle klar zu werden.
Die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und ist im Großen und Ganzen auch wirklich stimmig. Hin und wieder hätte ich mir vielleicht ein paar Zusatzinfos gewünscht, deren Fehlen hat den Lesegenuss aber nicht wirklich getrübt.
Wie die Kurzbeschreibung verrät, spielt die Story größtenteils an einem Filmset. Natürlich habe ich keine Ahnung davon, wie es da so abläuft, doch für mich wirkte das ganze sehr authentisch und man bekommt einen, wie ich finde, realistischen Einblick in die Filmbranche. Verwundernswert ist das nicht denn ich denke, Katrin Bongard kann da aus eigenen Erfahrungen schöpfen. Sie ist nicht nur Autorin sondern auch Geschäftsführerin einer Firma für Drehbuch- und Konzeptentwicklung im Film- und Fernsehbereich. Nebenbei erwähnt, ist sie auch Künstlerin, das solltet ihr euch aber besser auf ihrer Homepage ansehen.
Natürlich kommt auch dieser Roman nicht völlig ohne Klischees aus, doch die Autorin hat sie wirklich sehr gut dosiert. seien wir doch mal ehrlich. So ganz ohne Klischees wollen wir einen Roman doch auch gar nicht, oder? Schließlich will man doch mit jedem Roman den man liest ein ganz klein wenig der Realität entfliehen ;)
Das Ende des Romans... hmmmmmmmmm... für mich kam es irgendwie viel zu schnell und ich hätte nichts dagegen gehabt, noch ein wenig mehr Zeit mit Moon, Lasse und all den anderen tollen Personen zu verbringen. Wie es ausgeht verrate ich selbstverständlich nicht... nur soviel... es bleibt Raum für die eigene Fortsetzung.



Flying Moon ist also ein Jugendroman der mich wirklich begeistern konnte. Tolle, realistisch wirkende Protagonisten gepaart mit einer schönen Story machen diesen Roman zu einem richtigen Schmankerl. Katrin Bongard hat hier einen Jugendroman geschrieben, den es sich zu lesen lohnt. Und das ganze mit einer Liebesgeschichte die wirklich schön aber eben nicht einfach nur "filmreif" ist. Ich sag ja immer... lesen ist besser als fernsehen :) und ich habe die Zeit, die ich mit "Flying Moon" verbracht habe wirklich nicht bereut.

Von mir gibt es

4 von 5 Bookystars



Katrin Bongard wurde 1962 in West-Berlin geboren und wollte schon als Kind Malerin werden. Nach dem Abitur zog sie in ein besetztes Haus in die Mitte Berlins. Nach der Räumung sah sie sich New York an und gründete im Anschluß eine Ateliergemeinschaft. Sie studierte neben dem Malen Kunstgeschichte. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Potsdam, wo sie ein großes Atelier und eine kleine Filmfirma hat.

Weitere Romane der Autorin:

bisher erschienen
 Radio GagaRoccoRadio Gaga on Air


Im März 2013 erscheint
 










Der Verlag Red Bug Books hat übrigens auch eine Facebookseite, einen Twitter-Account und einen Blog auf dem über Bücher, Filme und Kunst gesprochen wird. Ausserdem und gibt es Tipps fürs e-reading und e-writing. 

Ab 01.10.2012 gibt es zu "Flying Moon" auch eine Leserunde auf Lovelybooks  bei der man eine echte Filmklappe gewinnen kann.

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