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1. Juni 2012

REZENSION // Das Leben drehen - Nicole Walter



Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2012)
ISBN-13: 978-3426510612
Kurzbeschreibung:
»Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil … ich muss sterben.« Dieser Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus? Und wer ist diese bezaubernde Frau, die sich in ihr Leben gedrängt hat? Marlene, Ärztin aus Leidenschaft, fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt, wird ihr helfen, die Krankheit zu besiegen. Doch da ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen wird, als sie je vermutet hat. Und das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe war mir klar, hier handelt es sich nicht um einen humorvollen, witzigen Frauenroman. Einen Liebesroman vielleicht - und ich war sehr gespannt, was mich erwartet.
Gleich die ersten Seiten bestätigten meine Vermutung...
Von Beginn an beschreibt die Autorin, Nicole Walter, sehr detailreich und bildlich. Dies gilt nicht nur für die Handlungsorte oder Personen, sie erzeugt sogleich beim Leser eine Stimmung. Der Schreibstil ist flüssig und ohne ellenlange, verschachtelte Sätze. Behutsam widmet sie sich den schwierigen Themen Krankheit und Tod und schafft es dennoch, eine Leichtigkeit zu behalten, die es dem Leser sehr einfach macht, diesen Roman an einem Stück zu lesen. Ich für meinen Teil wusste gar nicht, wem meine ungeteilte Sympathie gilt. Ich bewunderte Amelie für ihre Leichtigkeit und Kraft, bedauerte Marlene für ihren Verlust und freute mich gleichermaßen mit ihr, welche tolle Erfahrung sie erleben durfte. Die Protagonistinnen haben mir ausgesprochen gut gefallen und Nicole Walter hat es verstanden, jeder einen ganz besonderen Charakter zu geben. Gerade diese tollen Charaktere machten einen Großteil der Stimmung dieses Romans aus und so ertappte ich mich selber des öfteren dabei, sehr nachdenklich zu werden.
Die Liebe spielt in diesem Roman eine große Rolle, allerdings ist es nicht die Liebe zwischen Mann und Frau die hier vordergründig ist. Natürlich ist auch diese Liebe vorhanden - für mich aber viel präsenter war die Nächstenliebe, die Liebe, die man seinen Freunden entgegenbringt und das Geschenk der Freundschaft, das man dafür erhält. Es war einfach wundervoll zu lesen, wie ein einziger Mensch, nur mit Liebe und Zuversicht , in seinem kurzen Leben so viel beeinflussen, bewirken und ändern kann und die Menschen in seinem Umfeld zum nachdenken bringt.
Eine Geschichte, wie ein Tag im April - grau und voller Schmerz, aber mit einem Regenbogen voller Hoffnung. Leise, wie nach einem Gewitter und dennoch kommt man nicht daran vorbei die Ausmaße des Gewitters zu betrachten und zu staunen. "Das Leben drehen" machte mich nachdenklich und ebenso glücklich .... und... erinnerte mich daran, wie kurz ein Leben sein kann und das man dennoch seinen Fußabdruck hinterlassen kann und SOLL!

Von mir gibt es für diesen Roman 

5 von 5 Bookystars

Danke Knaur für das Vorableseexemplar

Kommentare:

  1. Du hast das Buch wunderbar beschreiben! Mir hat es auch sehr gut gefallen und dein Vergleich mit einem Tag im April ist wirklich treffend!
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Eine wunderschöne Rezension hast du zu dem Buch geschrieben!
    Falls du zu diesem Buch auch "1 Buch-3 Meinungen" machst wäre ich gerne dabei.
    LG
    Yvonne

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