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16. März 2012

REZENSION // Ashby House - V. K. Ludewig

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2012)
ISBN-13: 978-3423213516

Kurzbeschreibung
An einem frostigen Januartag erwartet Ashby House friedlich seine neue Besitzerin, die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott. Lucille reist in Begleitung ihrer Schwester Laura an, mit der sie in abgrundtiefem Hass verbunden ist. Kaum angekommen, ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Laura, von Lucilles Verschwinden unangenehm berührt, macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche nach ihr. Als sie in den verbotenen zweiten Stock mit dem legendären Turmzimmer vordringen, erwacht Ashby House schlagartig zu eigenem Leben und geht zum Gegenangriff über ... 

Meine Meinung
Eigentlich gehören Romane wie "Ashby House" nicht unbedingt zu meinem Beuteschema. Als dieser Roman aber recht unerwartet in mein Regal flatterte, machte mich die Kurzbeschreibung doch irgendwie neugierig. Und wenn ein Buch erstmal mein Interesse geweckt hat, dann muss es auch gelesen werden...
Im Prolog erfährt man zunächst etwas über die Vergangenheit des im Jahre 1845 erbauten Ashby House. Die beschreibungen, das Leben der ehemaligen Bewohner und die auch da schon vorkommenden rätselhaften Aktivitäten des Turmzimmers versetzen den Leser gleich in die richtige Stimmung. Dann lernt man die jetzigen Bewohnerinnen, die Schwestern Lucille und Laura Shalott kennen und den Butler Steerpike , der im laufe der Geschichte ebenfalls eine große Rolle spielen wird. Die Personen sind sehr lebensnah beschrieben, weckten in mir aber keine besondere Sympathie. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall, allerdings möchte ich hier darauf hinweisen, dass dies vom Autor auch genau so geplant wurde. Er spricht zu Beginn des Romans sogar den Leser persönlich an um ihm mitzuteilen, dass er sich darüber bewusst ist, dass Laura nicht sehr sympathisch ist und sich dies im laufe des Romans auch nicht bessern wird. Ich persönlich fand diese Idee echt witzig!
Die Story ist wirklich schauerhaft und der Autor schafft es, mit tollen Beschreibungen eine wirklich gruselige Stimmung zu erzeugen. Trotz  Witz und Ironie, etwas, das ich in diesem Roman absolut nicht erwartet hatte, gibt es in jedem Fall die ein oder andere Gänsehaut. Den abendlichen Weg zum Kühlschrank, um sich vielleicht ein bisschen Schokolade zur Nervenberuhigung zu holen, habe ich für meinen Teil nicht im Dunkeln absolviert ;).
Der Schreibstil des Autors gefällt mir recht gut und war angenehm zu lesen. 
Neben Witz, Ironie, Horror, Thriller und Familiendrama finden sogar noch einige erotische Szenen ihrem Platz. Für mich überraschend, sogar homosexuelle Szenen.
Alles in Allem hat mir der Roman gut gefallen. Schauergeschichten werden zwar dennoch nie zu meinen Favorites gehören, aber Leser, denen dieses Genre gefällt, werde sicher Gefallen an diesem Buch finden.

Wer mehr über den Autor V.K. Ludewig erfahren möchte, für den lohnt ein Blick auf seinen Blog  . Natürlich gibt es auch eine Leseprobe zu "Ashby House"

Von mir gibt es
3,5 von 5 Bookystars



Danke an dtv für dieses Rezensionsexemplar

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