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10. März 2012

11 FRAGEN AN... Holly-Jane Rahlens / Autorin von Everlasting

Ein neues Autoreninterview für euch. Dieses freut mich ganz besonders und ich möchte euch gerne kurz erzählen, wie es dazu kam. Wie ihr ja nun in der Zwischenzeit gemerkt haben dürftet, bin ich eine begeisterte Zeitreise-Roman Leserin. Zudem, und das wisst ihr ja aus meinen Neuerscheinungs Posts, eine sehr vorausschauende Leserin :) und so war mir bereits vor Monaten dieser Roman aufgefallen. Kurzerhand schrieb ich Anfang Januar den Verlag an und ließ mich für ein Rezensionsexemplar vormerken, welches dann auch innerhalb kürzester zeit bei mir eintraf. Ich konnte es kaum abwarten und begann gleich darin zu lesen... 1 Tag später war es schon beendet und ich schrieb sofort meine Rezension, damit ich blos nichts vergesse! Um etwas mehr über die Autorin zu erfahren stöberte ich im Netz und stieß auf ihre damals aktuelle Homepage ( mittlerweile ist es eine ganz tolle neue!). Dort gab es auch ein Gästebuch und ich musste einfach meine Begeisterung der Autorin mitteilen... also schrieb ich in ein paar kurzen Sätzen, wie toll ich ihren Roman gefunden habe.... und einen Tag später hatte ich die folgende Mail im Postfach
" Liebe Nicole,
ich habe gerade mein Gästebuch angeschaut und mich über Ihre Nachricht sehr gefreut! Wie schön! Echt! Ich habe ein paar TestleserInnen gehabt, Freunde, Freunde von Freunden, ein paar ältere Teenager von Leseclubs geleitet von Leuten, die ich kenne, aber Sie sind meine erste ich-kenne-sie-überhaupt-nicht-Leserin. Und das tut gut. ... "
Ich war total überrascht und freute mich riesig darüber, denn selbstverständlich fand ich es nicht, dass eine Autorin auf einen Gästebucheintrag reagiert. Natürlich antwortete ich ihr und bat sie, mir meine 11 Fragen zu beantworten.... und wie ihr sehr, sie hat zugestimmt...
Ihren Roman finde ich wundervoll und die Autorin megasympathisch... aber schaut selber...
Los geht es also mit dem wirklich tollen Interview 
Cinema in my head proudly presents
 11 Fragen an ... Holly-Jane Rahlens


Woher kam die Idee zu "Everlasting"?
Ideen sind was Magisches. Sie sind eigentlich immer da. Sie schwirren um uns herum, klopfen uns manchmal jahrelang leise auf den Schulter ohne, dass wir sie sehen oder merken, und dann ... plötzlich — päng! — sind sie da, boxen sich durch unser Unterbewußtsein ans Licht.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass "Everlasting" jahrzehntelang um mich herumschwirrte — seitdem ich in der 5. Klasse war. Wir hatten damals in der Schule die Hausaufgabe eine Geschichte über die Zukunft zu schreiben. Mein Aufsatz hieß "A Letter Through the Time Barrier." Ich lebte im Jahr 9000 und habe einen Brief an eine Freundin im 20. Jahrhundert geschrieben. Den Aufsatz habe ich noch. Vor ein paar Jahren entdeckte ich ihn und fing an über die Zukunft nachzudenken. Nach einer Weile merkte ich, dass da die Idee zu einem neuen Buch in mir heranwuchs. Dann recherchierte ich ein paar Monate lang, las viel zum Thema, Prognosen über die Zukunft der Technik, des Buches, des Menschen, der Sprache, der Famile, sprach mit klugen Menschen, die sich auch Gedanken über die Zukunft machen und irgendwann, aus der Fülle der Information, entstand eine Geschichte, die ich gern lesen, bzw. schreiben wollte.

In welcher Umgebung schreiben Sie am liebsten?
Am liebsten schreibe ich zu Hause bei mir am Schreibtisch, umgeben von vielen Büchern und mit Blick durch die offenen Flügeltüre aufs Wohnzimmer mit noch mehr Büchern und viel Licht und schönen Bildern an den Wänden. Wenn es sein muß, kann ich aber überall arbeiten, in Hotelzimmern, in der Bahn, am Küchentisch — denn eigentlich ist meine Geschichte in meinem Kopf und in meinem Herzen. Beide nehme ich normalerweise überall mit.

Wie sieht der Arbeitsalltag für Sie als Schriftstellerin aus?
Ein bißchen chaotisch sieht normalerweise einen Arbeitstag aus, denn ich arbeite für gewöhnlich an verschiedenen "Baustellen" gleichzeitig. Ich stehe früh auf — unser Sohn geht noch zur Schule —, beantworte zuerst Emails, mache dann einen kleinen Arbeitsplan für den Tag, versuche mich dran zu halten. Wenn ich gerade an einem Buch auf Hochtouren arbeite, lese ich was ich am Tag davor geschrieben habe, bearbeite es, und "dichte" dann weiter. Vielleicht vier-fünf Stunden verbringe ich so. Dazu kommen Telefongespräche — zum Beispiel wenn eine Lesereise gerade organisiert wird — und unendlich viel Bürokram: Finanzamt, Künstlersozialkasse, VG Wort, usw.

Was war es für ein Gefühl, das erste Exemplar des eigenen Buches in den Händen zu halten?
Es war aufregend — natürlich. Das war 1996. Das Buch hieß "Becky Bernstein Goes Berlin." Mein Mann gratulierte mir und sagte, "Schreib noch so eins und dann kannst du sagen, du bist Schriftstellerin." Okay, dachte ich, ich schreibe noch eins. Inzwischen sind es sieben.

Wie würden Sie sich selber mit 3 Worten beschreiben?
Gefühlschaotisch, fleißig, direkt.

Hatten Sie Einfluss auf das Cover?
Nein. Nicht wirklich.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?
Habe gut geschlafen, stehe früh auf, Sohn geht glücklich, zufrieden und pünktlich aus dem Haus zur Schule, Mann und ich gehen zum Lietzensee Park zum Frühsport (Nordic Walking), ich dichte ohne Störung fünf Stunden lang mit ein paar schönen Seiten als Ergebnis, muß nicht zu Mittag kochen, noch zu Abend, muß nicht einkaufen gehen, esse gut aber fettfrei und mit nur wenigen Kohlenhydraten, habe keine Termine, Sohn kommt glücklich und zufrieden von der Schule zurück und wir unterhalten uns entspannt über den Tag, gehe abends mit einer lieben Freundin weg, oder mit meinem Mann, vielleicht sogar mit Sohn ins Kino, geniesse einen schönen Rotwein, schlafe sofort ein.

Was ist Ihr größter Albtraum?
Irgendwas Schlimmes passiert meinem Sohn.

Welche Musik mögen Sie/ inspiriert Sie?
Am Besten sage ich nicht, was mich wirklich inspiriert. Inspiration sollte, finde ich, privat bleiben. Ich muß immer aus der Quelle schöpfen, wenn ich zuviel darüber spreche, verliert es seine Besonderheit. So viel kann ich aber zu Musik sagen: ich bin auf einer speziellen Art Musik nicht festgelegt, ich mag alles von Musical zu Filmmusik, zu Klassik, zu Oldies, zu gefühlsbetonten Balladen, zu guter Rockmusik, usw. Ich mag auch die großen Solointerpreten von Barbara Streisand zu Amy Winehouse zu Freddy Mercury.

Wie lange hat es gedauert, Ihr allererstes Buch an einen Verlag zu bringen?
Das ging tatsächlich schnell. Ich hatte viel viel Glück.

Welches Buch, außer Ihrer eigenen natürlich, hätten Sie selber gerne geschrieben?
"One Day" von David Nicholls — großartige Dialoge und fantastische, lebendige Figuren. Ich habe viel gelacht und auch richtig geweint.



Liebe Holly-Jane Rahlens,
vielen lieben Dank für dieses großartige und so sympathische Interview.
In Ihrer Mail schrieben sie mir... " Spread the word! Dieses Buch wird — muss! — durch Mundpropaganda leben. Und durch die Blogger. Da bin ich fest überzeugt." und das bin ich auch! Ich für meinen Teil werde Ihren Roman sehr gerne und so oft ich kann weiter empfehlen und ich bin mir sicher, dass es noch viele begeisterte Leser geben wird, die das ebenso tun werden... weil "Everlasting" das einfach verdient hat!!!!

Und.... wie versprochen... gibt es morgen ein weiteres Everlasting-Special... haltet die Augen auf denn es gibt etwas zu gewinnen ;)

Kommentare:

  1. Sehr schönes Interview. Ich finde es auch total klasse wenn man irgendwie einen Kontakt zu den Schriftstellern herstellen kann...wenn das dann auch noch von Seiten der Schritstellerin kommt ist das schon was besonderes!

    LG Luminchen

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  2. Ja, das finde ich auch :) ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue :))))

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