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17. August 2011

REZENSION // Der geheime Brief - Maria Ernestam

Kurzbeschreibung
Ein Haus, das sein Geheimnis preisgibt. Eine Frau, die zurück ins Leben findet.
Die Welt scheint stillzustehen, als die vierzigjährige Fotografin Inga ihren Mann bei einem Autounfall verliert. Um wieder zu sich zu kommen, zieht sie sich auf die Insel Marstrand zurück, auf der ihre Familie seit Generationen ein Sommerhäuschen besitzt. Beim Aufräumen findet sie eine rätselhafte Kiste mit Briefen – adressiert an ihre Großmutter Rakel. Verfasserin ist eine Frau in Afrika, die sich dort offenbar während des ersten Weltkriegs als Missionarin aufhielt. Und je mehr Inga über die Briefeschreiberin und deren Beziehung zu ihrer Familie erfährt, desto entscheidender verändert sich auch ihr eigenes Leben ...


Mit meinen Worten
Die schwedische Autorin, Maria Ernestam, schrieb diesen Roman in zwei, nein eigentlich in 3 Zeiten. Die Geschichte der Vergangenheit und die, der Gegenwart. Die Vergangenheit wird aus der Sicht von Rakel im Jahre 1959 erzählt, doch sie spielt eigentlich noch viel früher. Rakel lebte mit ihren Brüdern und ihren sehr gläubigen Eltern auf einem Hof. Dort hatte der Vater einen Saal gebaut, der als Andachtsraum und Sonntagsschule genutzt wurde. Mit 13 Jahren lernt sie dort Anton kennen und fühlte sich auf Anhieb zu ihm hingezogen. Nach dem ersten Kuss jedoch verschwindet Anton ganz plötzlich. Als Rakel 17 Jahre alt ist stirbt ihr Vater. Um den beiden Brüder die Möglichkeit zu lassen in Uppsala zu studieren nimmt Rakel eine Stelle als Hausjungfer bei der Familie Otto in Göteborg an. Im Zug lernt sie Jakob kennen.

In Göteborg angekommen trifft sie auf Lea. Auch sie arbeitet im Hause der Ottos. Die beiden sehen sich verblüffend ähnlich und werden zu Freundinnen, ja beinahe zu Schwester. Lea hat ein Auge auf den Sohn der Familie, Ruben Otto, geworfen. Ruben bringt eines Tages einen jungen Mann zum Dinner mit heim. Es ist Jakob. Jener Jakob, den Rakel seit sie ein junges Mädchen war nicht mehr gesehen hatte. Und immer noch fühlt sie sich zu ihm hingezogen…

Die Gegenwart spielt im Jahr 2007. Zwei Jahre zuvor war Ingas Mann Marten plötzlich verstorben. Sie macht sich auf den Weg nach Marstrand, dem Haus ihrer verstorbenen Großeltern, um dort eine Weile zu wohnen. Niklas, ihr Jugendfreund ist für sie da und steht ihr zur Seite. Beim aufräumen und entrümpeln des alten Hauses findet sie einen Karton mit alten Zeitungsausschnitten und Briefen. Sie findet heraus, dass es sich um Briefe von Lea, der Freundin ihrer Großmutter, handelt und macht sich auf die Suche nach der Geschichte und dem Geheimnis ihrer Familie…

Meine Meinung
Die Autorin hat diese beiden Geschichten zu einem wundervollen Roman verwoben.
Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm flüssig. Durch die zeitliche Trennung wird man allerdings immer wieder aus der einen Geschichte heraus geholt, um in die andere einzutauchen, findet sich aber beim nächsten Wechsel recht schnell wieder zurecht.

Mich persönlich hat die Geschichte der Vergangenheit noch mehr gefesselt als die, der Gegenwart. Ohne die andere würde der Roman aber so nicht funktionieren und ihm würde ein Großteil an Spannung fehlen. Spannung in Kombination mit Liebe, Leid und Geheimnissen macht diesen Roman aus.

In Schweden war "Der geheime Brief" ein Bestseller und auch in Deutschland war er wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Eine Bewertung fällt mir diesmal recht schwer.

Für die "Vergangenheit" würde ich 4 Sterne geben, die "Gegenwart" bekommt von mir 3 Sterne



Also gibt es für diesen Roman den Durchschnitt


3,5 von 5 Bookystars




Ich danke
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars





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